Sparen mal 2 durch die bAV – Altersvorsorgebeiträge und Steuern

Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer gesetzlichen Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge (bAV) durch Entgeltumwandlung. Mit der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) können Sie als Arbeitnehmer einen Teil Ihres Bruttoeinkommens, und oder vermögenswirksame Leistungen, in die betriebliche Altersvorsorge umwandeln, um damit zusätzliches Renteneinkommen zu schaffen.  Die gesetzliche Rente wird Ihnen im Rentenalter alleine nicht mehr ausreichen, um Ihren gewohnten Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Eine zusätzliche Vorsorge ist unverzichtbar, um Ihren wohlverdienten Ruhestand zu genießen. Je früher Sie anfangen Geld  für das Alter zurückzulegen, desto mehr haben Sie später zur Verfügung.

Die Vorteile einer bAV auf einem Blick:

  • staatlich gefördert, d. h. Sie bekommen staatliche Zuschüsse
  • Arbeitgeber kann Zuschüsse zahlen
  • keine Steuern und Sozialversicherungsbeiträge auf die umgewandelten Beiträge
    Steuerersparnis, da die Beiträge nicht vom Netto- sondern vom Bruttogehalt berechnet
    werden
  • Beitragszahlung in variabler Höhe
  • Mitarbeiterbindung für Arbeitgeber

Entgeltumwandlungsanspruch einer bAV

Arbeitnehmer, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, haben einen Rechtsanspruch auf Umwandlung von Gehaltsanteilen in eine betriebliche Altersversorgung (sogenannte Entgeltumwandlung). Der Anspruch besteht für 4% der Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung. Die Beitragsbemessungsgrenze ist in Westdeutschland 2017 im Monat 6350€. Also hat jeder bis zu 254 € im Monat anspruch auf Entgeltumwandlung.

Ein Beispiel wie sich die betriebliche Altersvorsorge auswirken kann

Ich habe hier mal einen ledigen Mann Steuerklasse I in Rheinland Pfalz wohnhaft berechnet. Max Mustermann verdient 2000€ Brutto und möchte 100 € im Monat sparen.

Wenn Sie 100 € sparen möchten brauchen sie mit einer bAV nur ca. 50€ aufwenden. Die betriebliche Altersvorsorge bietet viele Möglichkeiten

Max Mustermann bespart seine betriebliche Altersvorsorge mit 100€ im Monat. Dabei hat er eine Steuerersparnis: von 26,14€ und bei den Sozialabgaben spart er 19,57€. Dies bedeutet das er Netto lediglich 54,29€ weniger in der Tasche hat.

Welche Folgen hat das Ausscheiden aus dem Betrieb für die bAV

Die Zusageart hat bei den versicherungsförmigen Durchführungswegen Auswirkungen auf die Portabilität. Denn der neue Arbeitgeber würde auch die Zusage übernehmen.  Die beste Zusageart auf Grund der Flexibilität beim Arbeitgeberwechsel ist meiner Meinung nach eine Beitragsorientierte Leistungszusage(BOLZ). Hier kann der Vertrag per Versicherungsnehmerwechsel auf den Arbeitnehmer überschrieben werden und damit der Arbeitgeber  enthaftet werden. Ist bereits ein neuer Arbeitgeber da kann auch er wieder den Vertrag als Versicherungsnehmer übernehmen.

Ab 1. Januar 2018 wird die Reine Beitragszusage für die Durchführungswege Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder für eine Direktversicherung zum Aufbau einer kapitalgedeckten betrieblichen Altersversorgung eingeführt. Dem Arbeitnehmer wird gegenüber der Versorgungseinrichtung das Recht eingeräumt, die Versorgung nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses innerhalb eines Jahres auf eine andere Versorgungseinrichtung zu übertragen. Voraussetzung wird sein, dass der neue Arbeitgeber die Beitragszahlung im Rahmen einer „reinen Beitragszusage“ fortsetzt (neuer § 22 Abs. 3 Nr. 1 b BetrAVG).

Auf der Suche nach der richtigen Strategie Ihrer Altersvorsorge bin ich Ihnen gerne behilflich.

Nehmen Sie Kontakt zu Versicherungsmakler Andreas Blum PSW Versicherungsservice GmbH auf. Dann können wir uns kennen lernen.